Heizungsanlage Kosten

Ein neuer Heizkörper kann zu den Kosten für eine Heizung mit dazuzählen.

1. Wie viel kostet eine neue Heizung?

Steigende Preise für Gas und Öl sowie attraktive Austauschprämien machen den Kauf einer neuen Heizungsanlage aktuell interessant. Hausbesitzer stehen dabei eine Vielzahl an Heizungsarten zur Auswahl. Je nach Anlagentyp fallen die Kosten sowie der Umfang der Installation entsprechend unterschiedlich aus. Sowohl die Heizungsanlage als auch Ein- und Umbaumaßnahmen sowie weitere Kostenpunkte tragen zum Gesamtpreis bei. Für einen Heizungskauf können daher Sie mit Kosten zwischen 5.000 und 50.000 Euro rechnen.


Folgende Kostenpunkte spielen beim Heizungskauf eine Rolle:

  • Je nach Art der Heizungsanlage sollten Sie zwischen 5.000 und 35.000 Euro Kosten für die Heizungstechnik einplanen.
  • Die Kosten für die Installation der Anlage, plus die mögliche Demontage und Entsorgung einer alten Heizung belaufen sich auf gut 1.500 bis 5.000 Euro.
  • Weitere Ausgaben können beim Kauf zusätzlicher Komponenten anfallen. Möchten Sie in den Räumen Ihrer Immobilie neue Heizkörper verbauen, kosten diese zwischen 300 und 500 Euro pro Stück. Setzen Sie beispielsweise auf einen Wärmespeicher, können sie mit Kosten von 1.200 bis 4.000 Euro rechnen.
  • Je nach Zustand und Wärmebedarf Ihres Gebäudes sollten Sie beim Heizungskauf über Sanierungs- und Umbaumaßnahmen nachdenken.
  • Eine ergänzende Optimierung Ihres Heizungssystems ist in vielen Fällen sinnvoll. Bei der Heizungsoptimierung wird häufig ein hydraulischer Abgleich durchgeführt, der eine gleichmäßige Warmwasserverteilung in allen Heizkörpern sicherstellt. Dieser kostet im Durchschnitt zwischen 750 und 1.500 Euro.
  • Für den Heizungstausch lohnt es sich einen Energieberater einzubeziehen. Dieser unterstützt Sie bei einer detaillierten Planung Ihres Vorhabens. Die Kosten für einen Energieberater liegen in der Regel zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Beauftragen Sie für die Umsetzung eine professionelle Fachplanung und Baubegleitung, können Sie zusätzlich mit 1.000 bis 5.000 Euro Kosten rechnen.

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2. Welche Heizung kostet wie viel? – Ein Preisvergleich

Die Kosten für neue Heizungen variieren teilweise stark. Eine Übersicht zu den Heizungspreisen bietet die folgende Tabelle. In die Kosten sind die Anschaffung einer Anlage plus deren Installation einkalkuliert. Für die Preisschätzungen wird von einem Mehrfamilienhaushalt in einem Gebäude mit 100 m² Fläche und einem durchschnittlichen Wärmebedarf ausgegangen.

Heizungsart Anschaffungskosten (inklusive Installation) Heizkosten pro Jahr
Ölheizung ca. 9.000 - 15.000 € ca. 1.700 - 2.200 €
Gasheizung ca. 7.000 - 13.000 € ca. 1.8000 - 2.300 €
Wärmepumpe ca. 15.000 - 40.000 € ca. 1.500 - 2.000 €
Holzheizung ca. 15.000 - 45.000 € ca. 1.200 - 1.700 €
Anschluss an ein Wärmenetz ca. 5.000 - 15.000 € ca. 1.500 - 2.500 €
Solarthermische Anlage ca. 5.000 - 15.000 € 0 € (Kann Heizkosten um bis zu 60 Prozent reduzieren)
Wasserstoffheizung ca. 10.000 - 50.000 € ca. 2.000 - 2.500 €
Schätzungspreise, angelehnt an den Heizspiegel 2023.

Wichtig: Die exakten Kosten für Ihre neue Heizung hängen stets von verschiedenen Faktoren ab. Je nachdem, in welcher Region Sie wohnen, von welchem Anbieter Sie eine Heizungsanlage kaufen und welchen Energieversorger Sie besitzen, müssen Sie unterschiedlich viel zahlen.

Zudem können Preise für spezifische Heizungsanlagen weiter variieren. Luft-Wasser-Wärmepumpen erhalten Sie aktuell häufig günstiger, als Sole- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Moderne Pelletheizungen arbeiten deutlich effizienter als herkömmliche Holzöfen, kosten in der Anschaffung allerdings etwas mehr. Wenden Sie sich für eine genaue Berechnung der Anlagekosten daher an Ihren Heizungshändler.

Wie viel kostet eine Modernisierung?

Mit unserem Modernisierungsrechner finden Sie heraus, wie viel eine neue Heizung inklusive weiteren Sanierungsmaßnahmen kostet.

3. Welche neue Heizung ist die Beste?

Bei der Entscheidung für eine neue Heizung sollten Sie neben den Heizungskosten und persönlichen Vorstellungen auch den Energiezustand Ihres Gebäudes, die örtlichen Voraussetzungen und die gesetzlichen Vorschriften beachten.

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Informationen zu beliebten Heizungsarten für Sie zusammengefasst:

Gas- und Ölheizungen

  • Gas- und Ölheizungen sind Auslaufmodelle, deren Kauf nicht mehr empfehlenswert ist.
  • Günstig in der Anschaffung, kosten im Betrieb allerdings mehr.
  • Hoher CO₂-Ausstoß und klimaschädlich.
  • Förderungen für neue Gas- und Ölheizungen erhalten Sie nur in Kombination mit einer klimafreundlichen Hybridheizung.
  • Sollten Sie sich für eine Gas- oder Ölheizung entscheiden, müssen Sie bestimmte Vorgaben beachten.
Wärmepumpen

  • Wärmepumpen entziehen Erde, Luft oder Wasser Wärme und besitzen eine gute CO₂-Bilanz.
  • Die höheren Anschaffungskosten gleichen sich durch niedrige Betriebskosten aus.
  • Geringe Wartungskosten aufgrund einfacher Handhabung.
  • Wärmepumpen werden aktuell am meisten vom Staat gefördert.
  • Können in fast allen Gebäudearten verwendet werden.
Pelletheizungen

  • Pelletheizungen nutzen Holz als eine nachwachsende Ressource als Energiequelle.
  • Benötigt ausreichend Platz für den Einbau eines Pelletlagers.
  • Zeichnen sich durch niedrige Betriebskosten aus.
  • Höhere Anschaffungskosten können durch staatliche Förderungen gesenkt werden.
  • Besonders für größere oder mehrere Haushalte im Gebäude geeignet.
Fernwärme

  • Die benötigte Wärme wird direkt vom Energieversorger bezogen.
  • Fernwärme benötigt wenig Platz und keinen Lagerraum.
  • Bedeutet eine langfristige Bindung an den Lieferanten.
  • Der Anschluss an ein Fernwärmenetz wird bezuschusst.
  • Besonders für Mehrfamilienhäuser geeignet.
Solarthermieanlagen

  • Keine Heizungskosten, da Wärme aus Sonnenenergie gewonnen wird.
  • Senkt Wärmebedarf um bis zu 60 Prozent.
  • Gut mit anderen Heizsystemen kombinierbar.
  • Vergleichsweise geringe Anschaffungskosten.
  • Wird durch staatliche Förderungen noch günstiger.
Brennstoffzellenheizungen

  • Geringe Emission aufgrund effektiver Brennstoffverwertung.
  • Produziert sowohl Wärme als auch Strom und senkt damit maßgeblich die Energiekosten.
  • Hohe Investitionskosten, die allerdings förderfähig sind.
  • Wird produzierter Strom ins Netz gegeben, können Sie eine Einspeisevergütung erhalten.
  • Geeignet bei hohem Wärme- und Strombedarf.

Nicht empfehlenswert: Ausschließlich mit Elektroheizungen heizen

Elektroheizungen sind zwar günstig in der Anschaffung, treiben die Heizkosten beim Betrieb im gesamten Haus allerdings drastisch in die Höhe. Verwenden Sie einen Elektroheizkörper daher nur temporär und vereinzelt als zusätzliche Wärmequelle, wenn Sie diese benötigen.

Zusammengefasst zahlen sich Heizungen auf Basis von erneuerbaren Energien aktuell mehr aus als Öl- oder Gasheizungen. Klimafreundliche Heizsysteme werden vom Staat gefördert und verursachen auf lange Sicht betrachtet voraussichtlich weniger Heizkosten. Im Neubau werden deshalb vor allem Wärmepumpen oder Fernwärme verbaut. Diese Heizungsarten sind effizient, klimaschonend und amortisieren sich teilweise bereits nach wenigen Jahren.

Mit Eintreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) 2024 ist zudem der Einbau einer Gas- oder Ölheizungen nicht mehr empfehlenswert. Laut dem Gesetz müssen neu eingebaute Heizungen schrittweise Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen. Daher sollten Sie über den Austausch Ihrer Ölheizung oder den Wechsel Ihrer Gasheizung nachdenken. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum GEG.

Die Kombilösung: Hybride Heizungssysteme

Hybridheizungen kombinieren die Stärken verschiedener Heiztechnologien für eine optimale Effizienz. Hierfür wird neben dem Hauptwärmeerzeuger, noch eine ergänzende Heizungsanlage installiert. Eine Solarthermie-Kombianlage erhalten Sie beispielsweise für 5.000 bis 10.000 Euro. Möchten Sie im Zuge des Heizungskaufs auch eine Fußbodenheizung einbauen, erhalten diese für gut 50 bis 100 Euro pro verbauten Quadratmeter.

Neben den Kosten für eine neue Heizung sollten Sie zudem den Zustand Ihres Gebäudes als auch weitere Voraussetzungen für bestimmte Heizungsanlagen im Blick behalten. Nicht jede Heizung ist für jede Art von Immobilie sinnvoll. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe benötigt beispielsweise einen offenen Zugang zum Erdreich. Für eine Pelletheizung ist ein zusätzliches Pelletlager notwendig.

Bedenken Sie zudem, dass ein Heizungskauf eine langfristige Investition für bis zu 30 Jahre sein kann. Planen Sie den Kauf daher sorgfältig und bedenken Sie die Betriebs- und Wartungskosten, die je nach Heizungsart unterschiedlich ausfallen können. Für eine ausführliche Planung und Beratung hilft Ihnen ein Energieberater weiter.

4. Welche laufenden Kosten entstehen bei einer Heizung?

Ein Haus mit schlechter Wärmedämmung verursacht höhere Heizkosten

Zusätzlich zu den Anschaffungskosten einer Heizung spielen die Kosten für den Betrieb und die Wartung eine wichtige Rolle. Gerade beim Vergleich von Heizungen auf Basis fossiler Brennstoffe zu Anlagen, die erneuerbaren Energien nutzen, gibt es deutliche Unterschiede.

Der ausschlaggebende Faktor für die zu zahlenden Energiekosten ist der energetische Zustand eines Gebäudes. Der Wärmebedarf in einem gut gedämmten Neubau kann um ein Vielfaches geringer ausfallen, als in einem schlecht isolierten Altbau – unabhängig von der verwendeten Heizungsanlage. Berechnen Sie Ihren Energiebedarf daher stets auf Basis Ihres Gebäudezustandes.

Wie viel laufende Kosten auf Sie zukommen können, verdeutlicht erneut das Beispiel des Mehrfamilienhaushalts in einer 100 m² großen Immobilie mit durchschnittlichem Wärmebedarf:

Gas- und Ölheizungen

Zwar sind Gas- und Ölheizungen in der Anschaffung recht günstig, was die jährlichen Heizkosten betrifft, wird es allerdings teurer. Ansteigende Preise für Gas und Öl, CO₂-Steuer und Emissionshandel treiben die Wärmekosten für diese Heizungsarten in die Höhe. Auch zukünftig dürften diese Preise weiter zulegen. Für die Vergleichsimmobilie können Sie mit gut 1.700 bis 2.200 Euro jährliche Wärmekosten für eine Ölheizung rechnen. Für eine Gasheizung fallen die Kosten circa 100 bis 200 Euro höher aus.

Gas- und Ölheiztechnik sind dank ihrer weiten Verbreitung für eine schnelle und einfache Handhabung ausgelegt. Die meisten Handwerker und Schornsteinfeger sind mit der Wartungsarbeit vertraut, weshalb die Kosten für eine Heizungswartung mit gut 150 bis 350 Euro pro Jahr überschaubar ausfallen.

Wärmepumpen

Klimafreundlich und zukunftssicher, zeichnen sich Wärmepumpen durch einen geringen Verbrauch und wenig CO₂-Emission aus. Arbeitet die Pumpe effizient, können sich Eigentümer im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen monatlich Kosten sparen. Für den Beispielfall belaufen sich die Energiekosten auf gut 1.500 bis 2.000 Euro im Jahr. Im Gegensatz zu Öl und Gas sind Wärmepumpen zudem nicht dem gleichen Preisanstieg ausgesetzt und werden im Vergleich voraussichtlich deutlich weniger Wärmekosten verursachen.

Ein weiterer Vorteil: Wärmepumpen sind robust und einfach zu warten. Mit 50 bis 200 Euro Wartungskosten im Jahr zahlen Sie weniger, als für herkömmliche Heizungssysteme.

Holzheizungen

Moderne Holzheizungen nutzen einen großen Teil der entstehenden Energie aus dem Verbrennungsprozess. In Kombination mit den recht stabilen Preisen für Holz fallen die Energiekosten niedriger aus als für andere Heizungsarten. Pellet- und Holzscheitelheizungen lohnen sich besonders bei hohen Abnahmemengen, da es dann häufig einen Mengenrabatt gibt. Für die Vergleichsimmobilie sind jährliche Heizkosten zwischen 1.200 und 1.700 Euro zu erwarten.

Bei der Wartung einer Holzheizung werden sowohl Brennraum, Fördersystem und Abgassystem auf deren Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit geprüft. Dabei können Sie mit gut 200 bis 400 Euro Kosten rechnen.

Kosten sparen mit Solarenergie

Eine solarthermische Anlage eignet sich als ideale Ergänzung zur eigentlichen Heizungsanlage. Grund dafür sind die Energiekosten in Höhe von 0 Euro – denn die Solarthermie gewinnt Ihre Wärme aus reiner Sonnenenergie. Eine Solarthermieanlage kann typischerweise 20 bis 30 Prozent des jährlichen Heizwärmebedarfs decken. Bei der Warmwasserbereitung kann der Deckungsgrad höher sein, oft 50 bis 60 Prozent. Zahlen müssen Sie dafür lediglich die Instandhaltungskosten von 200 bis 400 Euro pro Jahr.

Wasserstoffheizungen

Neue wasserstofffähige Heizsysteme, wie Brennstoffzellenheizungen, zeichnen sich mehr und mehr als alternative, umweltfreundliche Heizungsanlagen aus. Eine Brennstoffzellenheizung spezifisch ist neben der Produktion von Wärme auch in der Lage Strom herzustellen und dadurch den Fremdbedarf für ein Gebäude zu verringern. Aufgrund wenig installierter Stückzahlen lassen sich die jährlichen Energiekosten für das Fallbeispiel nur grob berechnen. Schätzungsweise sind zwischen 2.000 und 2.500 Euro Kosten pro Jahr möglich. Hinzu kommen allerdings Einsparungen durch den eigenständig produzierten Strom und einer möglichen Einspeisevergütung.

Als komplexeres Heizsystem fallen die Wartungskosten im Jahr mit 400 bis 700 Euro im Vergleich höher aus.

Fernwärme

Fernwärme findet in neuen Wohneinheiten immer mehr Einsatz. Die zu zahlenden Energiekosten setzen sich etwas komplizierter zusammen: Verbraucher zahlen einen Grundpreis, einen Arbeitspreis und einen Dienstleistungspreis. Während der Grundpreis die Kosten für die Bereitstellung der Fernwärme beinhaltet und von der Anschlussleistung abhängt, richtet sich der Arbeitspreis nach dem tatsächlichen Verbrauch. Der Dienstleistungspreis deckt wiederum den Aufwand des Anbieters für Messungen und Abrechnungen. Für das Beispielhaus belaufen sich die Energiekosten auf 1.500 bis 2.500 Euro im Jahr. Grund für die große Differenz ist das unterschiedliche Angebotsniveau von regionalen Anbietern, sowie individuelle vertragliche Regelungen.

Als kleinere Gerätschaft lässt sich die Fernwärmeübergabestation gut im eigenen Gebäude warten. Die jährlichen Wartungskosten belaufen sich auf circa 100 bis 300 Euro.

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5. Wie viel kostet eine neue Heizung für ein Einfamilienhaus?

Eine Beispielrechnung verdeutlicht mit wie viel Kosten Sie beim Heizungskauf rechnen können:

In einem Einfamilienhaus soll eine neue Hybridanlage in Form einer Sole-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer Solarthermieanlage eingebaut werden. Für die gemeinsame Verwendung wird ein multivalenter Pufferspeicher mit installiert. Im Zuge des Heizungskaufs wird außerdem ein hydraulischer Abgleich durchgeführt.

Anschaffung Kosten
Sole-Wasser-Wärmepumpe 13.350 €
Installation Wärmepumpe
(inklusive Tiefenbohrung und Erdkollektoren)
10.000 €
Pufferspeicher 2.850 €
Solarthermieanlage 10.900 €
Installation Solarthermieanlage 2.000 €
Hydraulischer Abgleich 850 €
Gesamtkosten 39.950 €
Beispielwerte auf Basis von Schätzpreisen.

Mit der Hybriden Heizungsanlage ist das Einfamilienhaus bestens für die Zukunft ausgestattet und spart dank Solarthermie zusätzliche Heizkosten. Hinzu kommt, dass der Kauf einer Wärmepumpe und solarthermischen Anlage staatlich gefördert wird. Bei Erhalt der maximalen Förderung, könnten im Fall der Beispielrechnung ganze 21.000 Euro gespart werden.

Gut beraten zur neuen Heizung

Wie viel Förderung können Sie erhalten? Und an welchen weiteren Stellen kann Ihr Zuhause Energie einsparen? Die Experten von der Wüstenrot Energieberatung helfen Ihnen weiter und unterstützen Sie bei Ihrem Heizungstausch.

6. Wie finanziere ich eine neue Heizung?

Ihre Füße können Sie an einer frisch finanzierten Heizung wärmen

Eine neue Heizung können Sie auf verschiedene Wege finanzieren. Bedenken Sie neben den Kosten für die Heizungsanlage selbst auch Ausgaben für den Austausch einer alten Heizung, die Installation der neuen Anlage, Umbaumaßnahmen sowie weitere Kostenpunkte einzuplanen. Je nach Umfang ergibt sich ein individueller Finanzierungsbedarf. Ein Energieberater kann Ihnen bei der Kostenberechnung weiterhelfen.

Diese Finanzierungsmöglichkeiten gibt es:

Kredite - Für sämtliche Heizungsarten und Sanierungsvorhaben bietet Wüstenrot passende Modernisierungskredite. Ihr Vorteil mit einem Wüstenrot Darlehen: Beim Kauf einer klimafreundlichen Heizungsanlage erhalten Sie einen extra Zinsvorteil für Ihr Darlehen.

Bausparverträge - Eine neue Heizung ist erst in ein paar Jahren fällig oder Sie benötigen noch Zeit sich für eine Anlage zu entscheiden? Dann lohnt es sich darauf hin zu sparen! Mit einem Bausparvertrag bauen Sie kontinuierlich Guthaben auf und können dieses in Kombination mit einem zinsgünstigen Darlehen bequem für den späteren Heizungskauf verwenden.

Förderungen - Sichern Sie sich die Heizungsförderung, solange diese verfügbar ist! Denn aktuell erhalten Sie bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten beim Kauf einer neuen Heizung erstattet. Zusammen mit weiteren Finanzierungslösungen gelangen Sie einfach und günstig zur Heizungsanlage Ihrer Wahl.

Eigenkapital - Haben Sie ausreichen Mittel zur Verfügung, können Sie eine neue Heizung auch auf diese Weise finanzieren. Selbst wenn Sie eine Anlage nicht zu 100 Prozent aus eigener Tasche bezahlen – Eigenkapital ist wichtig, um weitere Kostenpunkte, wie Sanierungsmaßnahmen, zusätzliche Komponenten oder eine Heizungsoptimierung zu stemmen.

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7. Von welchen Förderungen kann ich beim Heizungskauf profitieren?

Aktuell bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Kauf einer klimafreundlichen Heizung. Zu den geförderten Anlagen gehören:

  • Pelletheizungen
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • Solarthermien
  • Brennstoffzellenheizungen
  • wasserstofffähige Heizungen
  • innovative Heizungtechnik auf Basis erneuerbarer Energien
  • Errichtung, Umbau oder Erweiterung eines Gebäudenetzes

Die KfW übernimmt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Dabei setzt sich die Förderung folgendermaßen zusammen:

  • 30 Prozent Grundförderung für alle, die eine Heizung einbauen, die erneuerbare Energien nutzt.
  • 20 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch bestimmter funktionierender Heizungsanlagen.
  • 30 Prozent Einkommensbonus für Eigentümer mit einem jährlichen Haushaltseinkommen bis zu 40.000 Euro.
  • 5 Prozent Effizienzbonus bei Einbau einer ausgewählten Wärmepumpe.
  • 2.500 Euro Emissionszuschlag für den Kauf einer emissionsarmen Biomasseheizung.

Bei Kombination der verschiedenen Förderboni ergibt sich der maximale Förderzuschuss von 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Für Einfamilienhäuser liegen die maximal geförderten Ausgaben bei 30.000 Euro, bei Mehrfamilienhäusern steigt der Wert pro Wohneinheit.

Weitere Fördermittel gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Heizungsoptimierung oder den Umbau des Gebäudenetzes. Für eine Energieberatung gibt es dort ebenfalls einen Zuschuss.

Alles zur energetischen Sanierung im Überblick

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8. Welche Heizung ist am besten für den Altbau?

Ältere Gebäude besitzen häufig eine schlechtere Wärmedämmung als Neubauten. Eine Heizungsanlage muss entsprechend mehr Energie aufwenden, um ein Haus aufzuwärmen. Bisher kamen daher vor allem Heizung auf Basis fossiler Brennstoffe zum Einsatz.

Entgegen weit verbreiteter Meinung können auch moderne Heizsysteme einen Altbau mit ausreichend Wärme versorgen. Wenn die örtlichen Verhältnisse es ermöglichen, eignen sich beispielsweise Wärmepumpen zum Heizen. Bei ausreichend Platz im Heizraum, können Sie alternativ eine Pelletheizung inklusive Pelletlager installieren. Hybridheizungen sind ebenfalls eine zukunftssichere Lösung. Dementsprechend eignen sich Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen genauso gut, wenn nicht sogar besser für den Altbau.

Unabhängig von der Heizungsart sollten Sie die Rohrsysteme und den energetischen Zustand in Ihrem Gebäude beim Heizungswechsel gut überprüfen. Bei einem Umstieg auf ein neues Heizsystem müssen eventuell neue Rohre verlegt oder ein neuer Anschluss eingebaut werden. Eine Schornsteinsanierung kann gegebenenfalls auch anstehen.

Ein weiterer Tipp: Häufig lohnt es sich im Zuge des Heizungswechsels ein älteres Gebäude besser zu dämmen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihr Zuhause ausreichend mit Wärme versorgt wird und sparen langfristig Heizkosten. Wer gerne verstärkt auf erneuerbare Energien setzen möchte, kann außerdem eine Photovoltaikanlage für die Gewinnung von Strom und Wärme installieren. Für die Sanierung eines Bestandsgebäudes gibt es aktuell verschiedene Förderprogramme, die eine Modernisierung attraktiv machen.

9. Fazit: Ein überlegter Heizungskauf lohnt sich

Die Anschaffungskosten für klimafreundlichen Heizungsanlagen fallen im Vergleich zu klassischen Öl- oder Gasheizung häufig etwas höher aus. Dafür zahlen sich diese langfristig aus. Dank höherer Effizienz und geringeren Energiekosten ist der Kauf einer umweltschonenden Heizung bereits heute sinnvoll. Zudem winken extra Förderungen, die den Kaufpreis deutlich reduzieren.

Bei allen Fragen zur Finanzierung Ihrer Heizungsanlage steht Ihnen Ihr Wüstenrot-Berater vor Ort bereit.

Stand: August 2024

Tipp:

Wie viel kostet eigentlich eine Solaranlage? Und lohnt sich Photovoltaik? Wir verraten es in unserem Ratgeber.

Wichtige Informationen

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